Ulrich Poschner – Violine

Ulrich Poschner gab sein Debüt im 21st Century Symphony Orchestra anlässlich des Silvesterkonzerts 2006. Er begann als Mitglied des 1. und 2. Violine-Registers, avancierte zum Stimmführer der 2. Violine und ist seit Anfang 2008 Konzertmeister. Als solcher ist er nicht nur dafür verantwortlich, das Einstimmen der Instrumente vor Konzertbeginn anzustimmen, sondern er sorgt auch dafür, dass die Bogenbewegungen der Streicher synchron erfolgen. Daraus ergibt sich eine einheitliche Bewegung im Orchester. Poschner: „Hierfür erhalte ich die Musiknoten jeweils einige Tage vor den ersten Proben. Dann setzte ich mich mit dem Dirigenten und den Stimmführern zusammen und wir gehen die ganze Partitur durch. Wir kontrollieren deren Vollständigkeit und Spielbarkeit und legen u.a. fest, wann die Streicher ihre Bogen in welche Richtung streichen. Dies halten wir in den Noten fest und diese Spielanweisungen werden dann in die Noten der anderen übertragen, bevor diese sie erhalten.“

In München geboren, begann Ulrich Poschner im Alter von fünf Jahren Violine zu spielen. Er studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei Prof. Günter Pichler und schloss 2003 ein Zweitstudium in der Solistenklasse bei Prof. Igor Ozim an der Hochschule für Musik und Theater in Bern ab. Neben seiner Tätigkeit für das 21st Century Orchestra ist er 1. Konzertmeister im Argovia Philharmonic und er spielt in einem Teilzeitengagement im Luzerner Sinfonieorchester. Poschner war Konzertmeister mehrerer Kammer- und Sinfonieorchester und spielte an internationalen Festivals mit Grössen wie Julia Fischer, Michael Sanderling und Yakov Kreizberg zusammen. Zudem ist er auf verschiedenen Aufnahmen mit dem Bayerischen und Österreichischen Rundfunk zu hören. Poschner befasst sich intensiv mit der zeitgenössischen Musik und der barocken und klassischen Aufführungspraxis. Die Filmmusik, das Kredo des 21st Century Orchestra, ist eine grosse Leidenschaft von ihm. Poschner: „Filmmusik verzaubert mit dem ersten Ton.“

3 Fragen – 3 Antworten

Filmmusik begeistert Dich. Weshalb?

Filmmusik katapultiert einen mit wenigen Tönen in eine andere Welt. Viele Melodien wecken sofort zahlreiche Erinnerungen. Sie ist sehr logisch konzipiert, indem sie die Emotionen des Films reflektiert. Zudem ist die Filmmusik stilistisch und thematisch sehr facettenreich.

Inwiefern unterscheidet sich das Spiel der Filmmusik von anderer Musikliteratur?

Die Filmmusik hat einen grossen, satten Sound. Die Kompositionen sind oftmals sehr dicht mit vielen Tönen auf kleinem Raum. Entsprechend gross wird das Klangvolumen. Dies und die notwendige Tempo-Präzision machen Filmmusik zu einer herausfordernden Literatur.

Hast Du ein Wunschprojekt?

Ich würde gerne mal ein Konzert mit Musik aus amerikanischen TV-Serien, mit Fokus auf die 1980er Jahre, spielen – «Magnum, P.I.» (1980–1988), «Dallas» (1978–1991) und wie sie alle heissen. Da gibt es so viele tolle Melodien, die einen immer sogleich in die Serie hineingerissen haben. Zudem würde ich gerne die «Star Wars»-Filme live aufführen.
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«Filmmusik katapultiert einen mit wenigen Tönen in eine andere Welt. Viele Melodien wecken sofort zahlreiche Erinnerungen.»

- Ulrich Poschner
, Dezember 2014
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