Nadja Straubhaar - Violoncello

Cellistin Nadja Straubhaar lässt seit dem Silvesterkonzert 2004 kaum ein Konzertprojekt mit dem 21st Century Symphony Orchestra (21CO) aus. «Dieses Orchester ist quasi meine zweite Familie», schwärmt Straubhaar. Doch ihr Herz schlägt nicht nur für das 21CO, sondern auch für den italienischen Lebensstil, Rom und speziell für 21CO-Paukist Iwan Jenny, der ihr langjähriger Partner ist.

Nadja Straubhaar ist Instrumentallehrerin und als freischaffende Cellistin äusserst umtriebig. Dass es so weit kam, war nicht von Anfang an klar.
Als gebürtige Thunerin ist Straubhaar in Heimberg (BE) aufgewachsen. Noch in sehr jungen Jahren wollte sie das Blockflötenspiel erlernen. Dass es nicht dabei bleiben soll, war ihr schon relativ bald klar. Doch noch stand das Cello nicht an erster Stelle ihrer Gunst. «Ich war ein riesiger Peter Zinsli-Fan», erinnert sich Straubhaar und wird etwas verlegen. Daher habe sie auch das Handörgeli spielen lernen wollen. «Doch damals war ich noch zu klein, um die Handorgel bedienen zu können.» Die Zeit des Cellos war gekommen, wobei ein schicksalhafter Konzertbesuch sie den Entscheid fassen liess, professionelle Musikerin werden zu wollen: «An diesem Konzert spielte ein Cellist das Cellokonzert h-moll, Opus 104 von Antonín Dvořák. Das begeisterte mich total.»
Und beim Cello ist Straubhaar nicht nur geblieben, sondern setzt dieses gerne sehr vielfältig ein. Seit dem Erlangen ihres Lehr- und Konzertdiploms ist sie neben ihrem regelmässigen Spiel beim 21CO Zuzügerin bei sechs weiteren Orchestern, spielt gerne in Kammermusikformationen und findet grossen Gefallen daran, ihr Cello für Crossover-Projekte elektronisch zu verstärken. Diese Begeisterung gibt sie auch gerne ihren Instrumentalschülern weiter, wenn sie nicht grad auf der Bühne steht.

2 Fragen – 2 Antworten

Du schwärmst für Rom. Auch für die italienische Filmmusik?
Ja, das stimmt. Wenn ich in Rom bin, fühle ich mich seit jeher unglaublich heimisch. Und das, obwohl meine familiären Wurzeln nicht bis nach Bella Italia reichen. Ich liebe die Kultur, Kulinarik und ja, auch die Musik und Filmmusik. Diese hat so etwas Traurig-süsses, Intim-ausgelassenes, ganz Spezielles. Toll! (lacht)

Mit Deinem Cello spielst Du in verschiedensten Orchestern. Unterscheidet sich das Spiel im 21CO gegenüber den anderen Engagements?
Nicht kategorisch. Diejenigen Konzerte, in denen wir die Filmmusik live zu den gezeigten Kinofilmen spielen, sind wohl am andersartigsten. Hier werden der Dirigent und das Orchester vom Film diktiert. Zudem muss man sich an die Dialoge und Soundeffekte gewöhnen.

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«Dieses Orchester ist quasi meine zweite Familie.»

- Nadja Straubhaar, März 2012

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