Gerhard Pawlica - Violoncello

Gerhard Pawlica ist der Solocellist des 21st Century Symphony Orchestra. «Seit der Gründung 1999 habe ich wohl kaum ein Konzertprojekt ausgelassen», sagt Pawlica und lacht beherzt.

 

Pawlica studierte in München, Boston und an der Yale University in Connecticut. Nach Abschluss seines Studiums begann er seine Musikerkarriere als Solocellist der Boston Opera Company. Weiter spielte er in der Solistas da Catalunia-Barcelona und war Mitglied der Münchner Philharmoniker. Als ihn sein Weg in die Schweiz führte, begann er als Solocellist im Luzerner Sinfonieorchester. «Hier lernte ich auch Ludwig Wicki kennen», sagt Pawlica. «Obwohl eines der jüngsten Mitglieder des Orchesters, war er schon damals ungeheuer enthusiastisch und sehr professionell.» Dass sich ihre Wege bald wieder kreuzen würden, war ihnen dazumal noch nicht bekannt.


Später beendete Pawlica sein Spiel als Sinfonieorchestermusiker und konzentrierte sich vermehrt auf kammermusikalische Projekte. So spielte er im Gabrieli String Quartet/London, dem Klaviertrio Lang/Lang/Pawlica und mit den Luzerner Kammermusikern. Inzwischen ist er der künstlerische Leiter der seit 16 Jahren erfolgreichen Gesellschaft Kammermusik Luzern und unterrichtet an den Musikschulen Küsnacht (ZH) und Luzern. Wenn sich Pawlica nicht der Musik widmet, dann vertieft er sich liebend gerne in die Zeilen berühmter Lyriker und Dichter wie Paul Fleming, Rainer Maria Rilke oder Robert Lee Frost.

 

3 Fragen  – 3 Antworten 

 

Setzt Du Dich auch abseits der Konzerte mit dem 21st Century Orchestra mit der Filmmusik auseinander?

Nein und ja. Während meiner Zeit bei den Münchner Philharmonikern war ich recht häufig mit meinen Orchesterkollegen im Studio, um Filmmusiken einzuspielen. So lernte ich die Vielseitigkeit der Filmmusik schon gut kennen. Ausserdem wünschen sich meine jungen Schüler häufig, die Filmmusiken auch üben zu dürfen - das tu ich dann sehr gerne, weil es sie unglaublich motiviert und fordert.

 

Was begeistert Dich so für die Konzerte des 21st Century Orchestra?

Was mich begeistert, ist nicht nur die facettenreiche Musik und die erfrischende Atmosphäre unter den Musikern, sondern besonders auch das Konzertpublikum. Das Publikum der Konzerte des 21st Century Orchestra ist anders. Es ist unglaublich durchmischt und zeigt oftmals unverblümt seine Reaktion auf eine Aufführung. Es herrscht eine spontane, sehr neugierige und super enthusiastische Stimmung im Saal.

 

Unterscheidet sich das Cellospiel im Rahmen der Filmmusikliteratur verglichen zu Aufführungen klassischer Werke?

Nein, würde ich nicht sagen. Für das Violoncello ist ein grosser Teil der Filmmusikliteratur wirklich virtuos ausgestaltet. Das macht ihr Spiel sehr fordernd. Zudem können sehr virtuose Passagen innert Kürze in ausgeprägt elegische Soli münden. Diese ruhigen, dann oft sehr melodischen Takte erinnern mich nicht selten an das dramatische Gewicht einer Oper von Giuseppe Verdi.

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«Was mich begeistert, ist nicht nur die facettenreiche Musik und die erfrischende Atmosphäre unter den Musikern, sondern besonders auch das Konzertpublikum.Es herrscht eine spontane, sehr neugierige und super enthusiastische Stimmung im Saal

- Gerhard Pawlica, April 2012
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