Florian Abächerli - Horn

Florian Abächerli ist seit 2007 der Solohornist des 21st Century Symphony Orchestra (21CO) und damit der Stimmführer des Hornregisters. Zusammen mit seiner Anstellung als stellvertretender Solohornist beim Luzerner Sinfonieorchester ist er ein vielbeschäftigter Berufsmusiker. Dass es soweit kommt, war nicht seit Kindsjahren geplant. Nach der obligatorischen Schulzeit machte Abächerli die Ausbildung zum Helikoptermechaniker und liess sich zum CNC-Fertigungs-Mechaniker weiterbilden. Abächerli, der seit seinem neunten Lebensjahr Horn spielt, meint: „Das Hornspiel war mir immer wichtig und ich habe viel gespielt. Dass ich mich als Berufsmusiker versuchen will, entschied ich jedoch erst nach meiner Rekrutenschule-Zeit im Militärspiel.“ Dort habe er mit Musikstudenten zusammen gespielt und gemerkt, dass er diesen „durchaus das Wasser reichen konnte“, so Abächerli.

2004 entschied Abächerli sich für das Hornstudium an der Hochschule Luzern bei Lukas Christinat. Nach Abschlüssen mit Lehr-, Orchester- sowie Konzertreifediplom folgte der "Master in specialized Performance – Solist“ an der Zürcher Hochschule der Künste bei Radovan Vlatković und Mischa Greull. Bis dato hat er für sein Hornspiel Preise von der Friedl Wald Stiftung und der Stiftung Ruth und Ernst Burkhalter sowie den Mozartpreis der Stadt und Hochschule Luzern erhalten. Auf dem historischen Naturhorn hat er Studien an der Scola Cantorum Basiliensis bei Thomas Müller absolviert.

Bei so viel Musik verbringt Abächerli seine noch verbleibenden freien Stunden bevorzugt in der Natur und der Ruhe. „Im Sommer auf dem Bike, im Winter auf den Skiern“, so Abächerli. Zudem frönt er der Jagd sowie Wald- und Hegearbeiten, wobei er auch gerne stillsitzend das Wild beobachtet und dieses mit seiner Kamera einfängt. Hier gibt es auch Schnittstellen: Mit den Jagdkollegen spielt er ab und an auf dem Fürst-Pless- sowie dem Jagdhorn auf.

2 Fragen – 2 Antworten

Inwiefern unterscheidet sich das Hornspiel im 21CO und in der Filmmusik gegenüber dem Spiel in anderen Formationen?
Die Filmmusik ist in der Regel äusserst hornlastig ausgestaltet, was mir sehr gefällt. Hier können meine Registerkollegen und ich richtig Gas geben. Zudem gibt es viele lyrische Melodien. Technisch und körperlich ist diese Musik jedoch sehr fordernd. So müssen wir uns unsere Fortissimo-Stellen öfters taktweise aufteilen, um durchgehend ausreichend kraftvoll spielen zu können. Das Spiel von beispielsweise Mozart ist punktueller, jedoch heikler, da man exponierter ist.

Welches Konzertprojekt des 21CO hat Dir bis dato am besten gefallen?

Unmöglich mich auf eines zu beschränken. (lacht) Aus musikalischer und technischer Sicht hat mich das elftägige «Lord of the Rings»-Festival im April 2011 begeistert. Wir musizierten während diesen Tagen rund 100 Stunden lang. Das ist für einen Musiker wie ein Marathon für einen Läufer. Ich musste gezieltes Ausdauertraining im Hornspiel machen.
Bild
«Die Filmmusik ist in der Regel äusserst hornlastig ausgestaltet, was mir sehr gefällt. Hier können meine Registerkollegen und ich richtig Gas geben.»

- Florian Abächerli
, November 2013
Home
Kontakt
Sitemap
Impressum
Drucken
Seite versenden